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Beispiele aus der Praxis

Bausubstanz und Bauteile sollen möglichst erhalten bleiben, ein zusätzliches Treppenhaus wäre zu teuer oder die Brandmelder dürfen nicht sichtbar sein – in solchen Fällen sind individuelle Lösungen gefragt.

Unsere Beispiele aus der Praxis geben Ihnen Einblick und Inspirationen, wie sich Brandschutz bei Umbauten, Sanierungen oder Umnutzungen effizient und wirtschaftlich umsetzen lässt.

Kreuz Herzogenbuchsee – Tradition vereint mit modernem Brandschutz

Sanierung mit Auflagen des Denkmalschutzes, Erhalt wertvoller Türen, Brandabschnittsbildung in historischer Bausubstanz, Fluchtwegsimulation: Im 19. Jahrhundert war das Kreuz ein kulturelles Zentrum mit einer für damalige Verhältnisse revolutionären Haushaltungsschule. 2010 wurde das Haus aus finanziellen Gründen geschlossen und stand seither leer. Nun kehrt der Pioniergeist zurück. Nach einer Totalsanierung fand im September 2017 die Eröffnung des Hotels und des Restaurants statt.

Herausforderungen für den Brandschutz

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Die historische Bausubstanz musste soweit möglich erhalten bleiben. Dies forderte verhältnismässige Brandschutzmassnahmen.

Die grössten Herausforderungen:

  • Der Feuerwiderstand der historischen Türen zu Hotelzimmern, Seminarräumen oder ins Freie genügte den Anforderungen nicht. Alle Türen mit einer Brandschutzeinlage zu ertüchtigen, hätte den Kostenrahmen gesprengt, und zusätzliche Brandschutztüren kamen nur infrage, wenn sie sich optisch gut in die historische Bausubstanz einfügen.
  • Im neu ausgebauten Dachstock können sich bis zu 150 Personen aufhalten – die Brandschutzvorschriften fordern zwei unabhängige Fluchtwege. Es war jedoch nur ein Fluchtweg vorhanden und der Denkmalschutz bewilligte keine zusätzliche Aussentreppe. Die Planer zeigten mit einer Fluchtwegsimulation eine pragmatische Lösung auf.
  • Das Treppenhaus und jede Nutzung, ob Restaurant, Kindergarten oder Coworking Space, muss einen eigenen Brandabschnitt bilden. Einzelne Wände, Decken und insbesondere die Türen genügten diesen Anforderungen nicht, gleichzeitig sollte die historische Bausubstanz möglichst erhalten bleiben. Hier setzten die Planer unter anderem auf brandfallgesteuerte Türen.

Objekt

Kreuz Herzogenbuchsee, www.kreuz-herzogenbuchsee.ch

Nutzungskonzept:

  • Gebäude von 1787: Hotel, Restaurant, Bar, Räume für Seminare, Bankette und Kulturveranstaltungen
  • Anbau von 1915: Coworking-Space, Mütter- und Väterberatung, Kindergärten, Musikschule

Beteiligte

Architekten: Baustil.ch GmbH, www.baustil.ch

Brandschutzplaner: Tompai Brandschutzberatung GmbH

Fluchtwegsimulation: BIQS Brandschutzplanung, www.biqs.ch

 

Hinweis: Das Video ist auch mit Untertiteln verfügbar. Gehen Sie dazu auf Youtube und schalten Sie die Untertitel mit dem Symbol rechts unterhalb des Bildes ein.

Brandschutz im Video

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Schauen Sie sich das erste Beispiel an: Sanierung Kreuz Herzogenbuchsee.


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