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Bei den geforderten Brandschutzabständen ist die Arealfläche massgebend.

Arealfläche bis 3600 m2

Zwischen eingeschossigen Ställen müssen keine Brandschutzabstände eingehalten werden, sofern die Arealfläche 3 600 m² nicht übersteigt. Voraussetzung ist, dass die Ställe für Landwirtschaft genutzt werden.

Dasselbe gilt bei Gebäuden mit mehreren Geschossen wie Galerien oder Heubühnen.

Beispiel eines Areals

Die geforderten Brandschutzabstände zu Wohnhäusern oder Einstellräumen (in der Grafik mit x bezeichnet) sind abhängig von den Baustoffen der äussersten Schichten der Aussenwandkonstruktion:

5 m Beide äussersten Schichten bestehen aus Baustoffen der Kategorie RF1
7,5 m Eine der beiden äussersten Schichten besteht aus brennbaren Baustoffen
10 m Beide äusseren Schichten bestehen aus brennbaren Baustoffen

In Gebäuden geringer Höhe (bis 11 m hoch) und bei Aussenwandkonstruktionen mit einem Feuerwiderstand von 30 Minuten (mit Ausnahme von Türen und Fenstern) dürfen die Brandschutzabstände reduziert werden:

4 m Beide äussersten Schichten bestehen aus Baustoffen der Kategorie RF1
5 m Eine der beiden äussersten Schichten besteht aus brennbaren Baustoffen
6 m Beide äusseren Schichten bestehen aus brennbaren Baustoffen

Falls im Gebäude gefährliche Stoffe gelagert oder verarbeitet werden, müssen die Brandschutzabstände angemessen erhöht werden.

Arealfläche grösser als 3600 m2

Die geforderten Brandschutzabstände sind abhängig von den Baustoffen der äussersten Schichten der Aussenwandkonstruktion:

5 m Beide äussersten Schichten bestehen aus Baustoffen der Kategorie RF1
7,5 m Eine der beiden äussersten Schichten besteht aus brennbaren Baustoffen
10 m Beide äusseren Schichten bestehen aus brennbaren Baustoffen

Wenn die Aussenwandkonstruktionen (mit Ausnahme von Türen und Fenstern) einen Feuerwiderstand von 30 Minuten aufweisen, dürfen die Brandschutzabstände reduziert werden:

4 m Beide äussersten Schichten bestehen aus Baustoffen der Kategorie RF1
5 m Eine der beiden äussersten Schichten besteht aus brennbaren Baustoffen
6 m Beide äusseren Schichten bestehen aus brennbaren Baustoffen

Falls im Gebäude gefährliche Stoffe gelagert oder verarbeitet werden, müssen die Brandschutzabstände erhöht werden.

Kein Schutzabstand bei Fahrnisbauten

Fahrnisbauten sind Gebäude, die nur für eine begrenzte Zeit genutzt werden. Beispiele sind Baracken, Container, Zelte, Hütten oder Buden.

Ist die Grundfläche nicht grösser als 150 m² muss bei Fahrnisbauten kein Schutzabstand zu angrenzenden Gebäuden und Anlagen eingehalten werden. Voraussetzung ist, dass in den Fahrnisbauten keine gefährlichen Stoffe gelagert werden.

Auch untereinander sind Fahrnisbauten von Abstandsvorschriften befreit.

So werden Brandschutzabstände gemessen

  • x = Brandschutzabstand

  • x = Brandschutzabstand

Ersatzmassnahmen bei Unterschreitung der Abstände

Wenn die Brandschutzabstände nicht eingehalten werden, können Ersatzmassnahmen getroffen werden. Beispiele sind eine feuerwiderstandsfähige Ausführung der Aussenwände oder feuerwiderstandsfähige Bekleidungen und Versetzen der Fenster und Türen.

Brandabschnitte und Brandmauern

Ohne Nachweis darf die zusammenhängende Brandabschnittfläche landwirtschaftlich genutzter Bauten 3 600 m² nicht übersteigen.

Nutzungen wie Tierstall, Futterlager, Melkstand, Fressplatz, Laufhof können im gleichen Brandabschnitt zusammengefasst werden.

Andere Nutzungen wie Wohnhäuser, Einstellräume für Motorfahrzeugen, Lager für gefährliche Stoffe oder Werkstätten müssen von den landwirtschaftlich genutzten Bereichen (Ställe, Futterlager, Melkstand etc.) mit brandabschnittsbildenden Bauteilen abgetrennt werden.

Gäste oder Personalzimmer und technische Räume sind als Brandabschnitte zu erstellen.

Ist das gesamte Gebäudevolumen grösser als 3 000 m³, sind Wohn- und Wirtschaftsteil mit einer Brandmauer REI 90 voneinander abzutrennen.

Beispiele für Liegenschaften mit Gebäudevolumen kleiner und grösser 3000 m3

  • Liegenschaft mit Gebäudevolumen < 3000 m³, z. B. Kleintierzucht oder Pferdehof

  • Liegenschaft mit Gebäudevolumen > 3000 m³